Dorst Printversion

Die Anfänge des Unternehmens gehen auf das Jahr 1860 zurück. Georg Dorst nahm damals in Oberlind bei Sonneberg in Thüringen die Fertigung einfacher Maschinen für die damals noch handwerklich geprägte keramische Industrie auf. Eine Referenzliste aus dem Jahre 1895 ist dann bereits viele Seiten lang und berichtet schon von Aktivitäten des Unternehmens in ganz Europa, aber auch in Südamerika und in Asien. Der Katalog aus dem Jahre 1897 umfasst bereits 80 Seiten mit mehr als 150 verschiedenen Maschinentypen. Um die Jahrhundertwende wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft im Familienbesitz umgewandelt. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges entwickelte sich die Aktiengesellschaft in ein blühendes Unternehmen. Pressen von DORST Technologies waren schon damals von epochaler Bedeutung für die Herstellung gewisser keramischer Produkte. Im Bereich von Wand- und Bodenfliesen hatte DORST Technologies praktisch ein weltweites Monopol. Nach dem Kriege wurde das Unternehmen von den Sowjets enteignet. Es wurde zum volkseigenen Betrieb. Die Familie Dorst war gezwungen, das Unternehmen und die damalige sowjetische Besatzungszone zu verlassen. Der unternehmerische Mut und Weitblick waren aber ungebrochen. Bereits im Jahre 1949 konnte ein brachliegendes Fabrikgelände in Kochel am See – dem heutigen Haupt- und Verwaltungssitz – günstig übernommen werden. Mit einer Belegschaft von nur 18 Mitarbeitern ging man im Sommer 1950 an den Aufbau. Die folgenden Jahre sind von einem steilen Wiederaufstieg geprägt. Neben der Zentrale in Kochel am See entstanden wichtige Fertigungsbetriebe und Tochterunternehmen in Bad Kötzting, in den USA und in China sowie Vertriebs- und Serviceschwerpunkte in verschiedenen Teilen der Welt.

Das Unternehmen ist bis heute im Familienbesitz. Die Gesellschafterseite wird durch einen Aufsichtsrat (Beirat) vertreten. Chairman ist Hubert H. Löcherer. Die Geschäfte führt ein gesellschafterfremdes Management.

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